Um VYTRUVE korrekt zu nutzen, ist der Scanner kein „Zubehör“: Er ist die Basis für ein zuverlässiges Volumen.
In der Orthopädietechnik braucht man einen Scanner, der präzise ist, in Farbe, stabil trotz Mikrobewegungen, mit Pause / Fortsetzen, und kompakt genug, um auch das Innere einer Schaftfassung zu scannen (mit der Vtransfer-Platte).
Wir verstehen die Idee (einfach, schnell, günstig)… aber aktuell ist das Niveau nicht ausreichend für eine zuverlässige Konstruktion.
In der Praxis sehen wir beim mobilen Scan oft 3 bis 4% Abweichung bei den Umfängen, plus:
Glättung, die Formen „wegwischt“,
Verformungen, sobald Bewegung ins Spiel kommt,
keine (oder kaum) Pause / schrittweise Validierung.
Ergebnis: Sie müssen Maße nachmessen, korrigieren, stärker nacharbeiten – und holen sich die Zeit… bei der Anprobe zurück. Also am Ende kein Gewinn.

VYTRUVE testet und verfolgt mehrere Modelle. Viele sind kompatibel, um einen Stumpf / ein Positiv zu scannen und die Konstruktion in VYTRUVE zu speisen.
Allerdings erfüllen nicht alle die spezifische Anforderung „Schaftinnenseite“ (zuverlässiger interner Scan + passender Workflow).
Shining Einstar
Shining Einscan H
Shining Einscan HX
Peel 3
Scantech iReal 2E
Creaform HANDYSCAN
Creaform GOSCAN
Creaform METRASCAN
Artec LEO
Artec SPACE SPIDER
Artec EVA
Wenn Ihr Ziel auch das Scannen der Innenseite einer Schaftfassung umfasst (z. B. Nachbearbeitung einer Testschaftfassung, vollständiger digitaler Transfer, Arbeiten mit der Vtransfer plate), ist das ein anspruchsvollerer Use-Case: Kompaktheit, Tracking in einer „geschlossenen“ Geometrie und ein sauberes Ergebnis ohne Artefakte.
Beim Einsatz Schaftinnenseite sehen wir aktuell eine Verschlechterung gegenüber dem Einstar (mehr Artefakte, weniger stabile Rekonstruktion, höherer Nachbearbeitungsaufwand).
„Kabellos“ kann in der Werkstatt ebenfalls einschränkend sein (WLAN-Anforderungen, und die Kalibrierung ist je nach Situation oft einfacher/zuverlässiger per Kabel).

Sehr guter Workflow (Inbetriebnahme / Nutzung),
aber ermöglicht nicht, die Innenseite von Schaftfassungen korrekt zu scannen (und je nach Fall störendes Verhalten rund um Löcher).

Getestet und aktuell nicht empfohlen als Standard (auch wenn es kein „schlechter“ Scanner ist):
Fokusbereiche, die für Stumpf-Scans nicht ideal sind (entweder weniger präzise oder langsamer),
langsamere Nachbearbeitung,
Tracking, das bei bestimmten TT-Fällen weniger robust sein kann,
und je nach Einsatz nicht immer passend für einen „vollständigen digitalen Transfer“-Workflow (Form + Ausrichtung).
Wenn Sie einen „VYTRUVE-kompatiblen“ Scanner ohne böse Überraschungen wollen, prüfen Sie:
✅ Farbe
✅ geometrische Genauigkeit
✅ stabiles Tracking
✅ Pause / Fortsetzen
✅ Möglichkeit, die Innenseite zu scannen (Bauform + Zubehör wie die Vtransfer plate)
✅ einfacher Export/Import (z. B. .ply)
Wenn Sie eine Lösung suchen, die das Wesentliche für Stumpf/Positiv und zugleich in der Praxis am robustesten bleibt, wenn Sie auch die Innenseite einer Schaftfassung abdecken müssen, ist der Einstar aktuell weiterhin die einfachste und stimmigste Referenz (insbesondere mit der Vtransfer plate).
Und gute Nachricht: Es ist auch ein sehr budgetfreundlicher Scanner — wir sehen ihn aktuell ab etwa 689 € inkl. MwSt., je nach Händler und aktueller Aktion.